Montag, 11. Juni 2012

Stahlhelm-Hansi und was sonst noch so los war...

Die ersten Partien der Fußball-EM in der Ukraine und Polen sind gespielt und wir haben natürlich genau hingesehen.

Aber auch außerhalb des Platzes war Einiges los, was an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll. So hat sich der deutsche Co-Trainer Hansi Flick mit doch recht unangenehmen Vokabular zum Deutschland-Portugal-Spiel geäußert. Mehr dazu und wie man es hätte besser machen können im Artikel.



Herr Flick hatte auf die Frage, wie man sich vor den Freistößen von Portugals Fußballbarbie Christiano Ronaldo schützen könnte mit dem Vorschlag geantwortet, doch einfach einen Stahlhelm aufzusetzen und sich groß zu machen.
Dass die Erwähnung dieses Accessoires aus der deutschen Militärhistorie auf einer Pressekonferenz in Polen, kurz nach dem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers in Auschwitz mehr als unglücklich ist muss hier wohl nicht weiter erwähnt werden.
Nun würde wohl niemand dem sonst durchaus sympathischen Hansi Flick unterstellen das er diese Bemerkung so verstörend gemeint hat, wie sie aufgefasst werden könnte. Schließlich hat er sich auch umgehend in einer Pressemitteilung entschuldigt. Hier spricht er nun von einem Versprecher, was dann aber schon die Frage aufwirft was er eigentlich sagen wollte?
Goleo hat diese Frage auch beschäftigt und er hat sogleich ein paar Vorschläge, was Hansi Flick wirklich sagen wollte:

1. "organisches Polymer Helm" ... Klingt ja fast wie Stahlhelm, kann also schon mal passieren.

2."Fahrradhelm" ... Klingt ja fast wie Stahlhelm, kann also schon mal passieren.

3. "Kochtopf" ... Klingt ja fast identisch wie Stahlhelm, kann also wirklich schon mal passieren.

Es bleibt also die Feststellung, dass Herr Flick nach seiner Trainerkarierre durchaus noch eine zweite als Experimentallyriker starten könnte, das nötige abstrakte Sprachdenken bringt er auf jeden Fall mit.

Auf dem Fußballplatz bot das deutsche Team dann eher weniger Überraschungen. Als Tuniermannschaft war zu erwarten, dass die erste Partie eher zäh anzuschauen ist. Und dass Deutschland eine ausgeglichene Partie dank eines Kopfballtreffers gegen Ende des Spieles gewinnt ist ja nun auch nichts Neues.

Für die einzig wirkliche Überraschung bis jetzt sorgte das Team aus Dänemark, welches mit etwas Glück und dem Unvermögen der gegnerischen Offensive 1:0 gegen Tuniermitfavorit Niederlande siegte. (Dieses spektakuläre Ergebnis hatte von allen Tippspielteilnehmern einzig das mystische "N64-Orakel" vorhergesagt.)
Damit wird die ohnehin schon schwierige Gruppe B nun vollends zu einem Wespennest, da nun eigentlich alle nur noch gewinnen müssen, um weiter zu kommen. Das wird also alles höchst spannend am Mittwoch.

Auch dann werden wir natürlich wieder aus einem unserer beiden EM-Studios berichten, mit welchen wir im Übrigen näher am Geschehen sind als das ZDF.
Diese Fernsehanstalt öffentlichen Rechts hat sich nämlich endlich einmal die Aufforderung zum sparsamen Umgang mit den gezahlten Gebühren zu Herzen genommen und berichtet live von der Insel Usedom... über die Fußball EM in Polen und der Ukraine.
So erspart sich das Moderatorenduo dieses Jahr endlich den nervigen Kontakt mit den Bewohnern der Gastgeberländer und muss sich auch nicht mit der osteuropäischen Küche auseinandersetzen.
Wir freuen uns auch schon sehr auf die WM 2014 in Brassilien, über welche das ZDF dann live aus dem WM-Studio in der Antarktis berichten wird.
Und auch auf die Spielanalyse, welche dann nicht mehr vom Kaiser Franz sondern vom Kaiserpinguin kommt.

Bis dahin,
und beste Grüße an die Kollegen Katrin und Olli aus dem EM-Studio Westberlin.






1 Kommentar:

  1. Das mit Usedom war mir gar nicht bewusst, jedoch kam mir die Seebrücke im Hintergrund schon recht bekannt vor..

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